Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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Hand erfaßte, womit er, läſſig den Lauf der Piſtole beſichtigend, die Waffe emporhielt.

„Georg, was Du auch vorhaſt, was Du auch thun willſt— ich mahne Dich an Deine Pflicht ge⸗ gen mich— Georg, bedenke bei allem, was Du be⸗ ſchließeſt, daß Du ein hilfloſes Weib zurückläſſeſt”“—

„Pah— Du wirſt ohne mich leben und ſterben können,“ unterbrach Malchow ſie barſch.

„Laß Dich nicht vom Wahne zu Schritten treiben, die Du nicht vor Deinem Gewiſſen verantworten kannſt. — Gehe zum Landrathe— ſprich mit ihm— verſtändige Dich mit ihm— er wird Dein Unglück nicht“—

„Weib“— ſchrie der Oberförſter auf und richtete wüthend die Piſtole gegen ſie—„Weib, willſt Du mich tollmachen!“

Furchtlos blieb ſie ſtehen. Lächelnd ſah ſie ihm ins Auge und dann auf die dicht auf ihre Bruſt gerichtete Waffe.

„Schieße zu! Georg, ſchieß⸗ zu!“ ſagte ſie ſanft. „Wenn Du meinem Leben ein Ende gemacht haſt, dann fällt mindeſtens die Verantwortung für mein Wohl von Deiner Seele. Du magſt dann Deinen Willen ausführen— ich bin des Elendes hier auf der Welt dann ſicher enthoben.“

Der Oberförſter ſah ſie ſtarr an.„Du hätteſt