Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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des Zimmers, wo er weilte. Sie lauſchte mit Span⸗ nung auf ſeine Bewegungen.

Er ſchien geſchäftig mit ſeinen Schießgewehren zu kramen. Sie hörte Hähne knacken und Ladſtöcke raſſeln. Beruhigt wollte ſie ſich zurückziehen. Ihren langjährigen Erfahrungen zufolge wußte ſie ihn am beſten auf⸗ gehoben, wenn er ſich mit dem beſchäftigte, was zu ſeinen Lieblingsneigungen gehörte. In dem Augen⸗ blicke, als ſie von der Thür zurüͤckgetreten war, kam der Lieblingshund des Oberförſters aus dem Hofe. Er ſuchte ſchnuppernd die Spur ſeines Herrn und kratzte ungeduldig und mit dem leiſen Geheule der Freude an die Thür, wohinter ſeinem Inſtinkte nach er ihn finden mußte. Frau von Malchow benutzte die Veranlaſſung, die ſich ihr dadurch darbot, um die Thür zu öffnen und einen Blick hineinzuwerfen

Malchow war von einem Tiſche, worauf zwei Piſtolen lagen, zurückgetreten und ſtand in tiefen Ge⸗ danken verloren am Fenſter.

Der Jagdhund ſchoß mit leidenſchaftlicher Haſt vorwärts und ſprang jauchzend an ihm auf, während die Dame langſam und zaghaft die Schwelle über⸗

ſchritt und dicht an der Thür ſtehen blieb. Ihr Blick ſchweifte haſtig und beklommen über das ganze Zim⸗ mer hinweg. Auf allen Stühlen Waffen— nachläſſig