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und zu ſäubern, das war eine Paſſion des Oberför⸗ ſters, der er ſich in allen Mußeſtunden hingab. Frau von Malchow betrachtete es als eine Erleichterung ſeines Zuſtandes, daß er zu ſeinem gewöhnlichen Zeitvertreibe griff. Sie blieb einſam am Fenſter ſitzen und grübelte über die neue Zugabe einer Geiſtespein nach, die ihr aus dieſem Launenwechſel zu erwachſen drohte. So oiel Urſache ſie auch hatte den Mann als eine unerträgliche Bürde ihres ſtillen und abge⸗ ſchloſſenen Lebens zu betrachten, ſo gerechte Gründe ſie auch haben konnte ihn zu verabſcheuen und zu haſſen— ſie blieb ihm dennoch geneigt. Gerade die ſklaviſche Abhängigkeit von ihm, hatte ihn zu einer Nothwendigkeit ihres Daſeins geſchaffen. Wie zweck⸗ los erſchien ihr das Leben ohne ihn! Für ſeine Be⸗ dürfniſſe zu ſorgen, ſeine Wünſche gehorſam zu er⸗ füllen, ſeinen Befehlen nachzukommen, das war das Ziel ihres Strebens. Lichtblicke gab es in dieſer Pflichterfüllung nicht, ihr genügten aber die Pauſen, wo der Sturm des Zornes beſchwichtigt in ihm lag und er die Behaglichkeit ſeiner Häuslichkeit friedlich genoß.
„Ob er krank iſt?“ fragte ſie ſich. Eine ſtille Angſt überflog mit dieſem Gedanken ihre Seele. Sie nahm ihren Muth zuſammen und ſchlich an die Thür


