Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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Schwere und dumpfe Gedanken legten ſich wie Grabſteine auf die lachende Natur um ihn— es wurde finſter in ihm— Nebel und Wolken fielen ſchattend in ſeinen Geiſt— die Ueberlegung ent⸗ floh— ſeine Finger zuckten und griffen bewußtlos nach dem Hahn ſeiner Büchſe.

Caritas— warnt Dich kein ahnungsvoller Schauer? Weckt Dich kein Grauen aus der glück⸗ lichen Träumerei, womit Du Deinen ſchmalen Pfad verfolgſt und mit fliegendem Erröthen an die Minute denkſt, die Dich wieder mit den Menſchen vereinigen wird, welche Dir in ſo kurzer Zeit über alles theuer geworden ſind?

Sie wandelte unter Gottes Obhut ſicher und muthig weiter.

Aber eine Hand legte ſich auf die fürchterlichen Finger, die Sünde und Gewohnheit geleitet hatten, um mit einem Drucke dieß blühende Leben zu tödten.

Furchtbar ſchrak der wilde und unbarmherzige Mann zuſammen. Seine Augen ſtarrten in das lächelude Geſicht des Legationsrathes, der mit ſeiner feinen weißen Hand die muskulöſen Finger feſtdrückte.

„Hahn in Ruh, wackerer Jäger,“ ſagte Eugen

gezwungen ſcherzend.„Das Wild wäre doch zu ſchön

für dieſe alte roſtige Büchſe.“