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licher Verdruß, eine Verſtimmung, die ich fühlte, als
mir gemeldet wurde, daß das junge Mädchen, wel⸗ ches ich mir zur Geſellſchafterin heranbilden wollte, nicht mit meinem Kammermädchen mitgekommen iſt. Vielleicht hält ein gewiſſer Hochmuth die junge Dame ab,
mir dienſtbar werden zu wollen,“ ſetzte ſie etwas
gereizt hinzu.
„Was— 2“ rief ein alter würdiger General. „Hochmuth und Geſellſchafterin? Wie reimt ſich das?“
„Erzellenz, es reimt ſich nicht,“ fiel ein ſarkaſtiſch geſinnter Aſſeſſor ein,„deßhalb blieb die Dame zu⸗ hauſe.“
„Iſt man reich? Hat man einen Namen?“ exa⸗ minirte die Erzellenz weiter. Ihm waren nach been⸗ digtem Kanonendonner die kleinſten Stadtgeſchichten intereſſant, und je mediſanter man dabei verfuhr, deſto lieber hörte er zu.
Die Baronin hatte ihre kleine Empfindlichkeit längſt wieder beſeitigt. Ihre Klugheit litt nicht, daß ſie einen Makel auf einen Charakter warf, der ihren Soiréen zur Folie hatte dienen ſollen.
„Der Name möoͤchte dem jungen Mädchen wohl nicht fehlen, wenn ihre Eltern einſtmals aufgefunden
würden,“ ſagte ſie ruhig.„Sie iſt als ganz kleines Kind von ihrer Mutter, einer Dame von entſchied en


