Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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weilen und die welken Blätter verurſachten Unord⸗

nungen, die ihr Schönheitsſinn nicht zu ertragen vermochte. Was war zu thun, um ſich dennoch mit ihren

Lieblingen zu umgeben?

Sie kaufte die prachtvollſten künſtlichen Blumen in Bouquets, in Vaſen, in Kränzen, je nachdem ſie ſie fand, ſetzte dieſe Kunſtprodukte ſteif und ehr⸗ bar unter ſtattliche Glasglocken und ſah mit Stolz auf ihre Invention, wodurch ſie Erde, Waſſer und Luft in ihren reinlichen Zimmern unnöthig machte, ohne ſich der Entbehrung zu unterwerfen. Wie ge⸗ ſagt, es war die einzige Bizarrerie der Baronin und ſie wurde ihr um ſo lieber nachgeſehen, als man bei ihr vortrefflich dinirte und ſoupirte.

Trotz des ſchönen Sommertages ſammelten ſich nach und nach die Gäſte. Es gereichte der gemüth⸗ lichen und plauderluſtigen Baronin immer zu einer beſondern Genugthuung, wenn ſie ſich bei ſchönem Wetter zahlreich einfanden, und ſie pflegte dann mit

einer freundlichen Selbſtgenügſamkeit zu ſagen:Die

Damen können es ja gar nicht bequemer und rein⸗ licher haben, als in meinen Salons, wo Blumen aller Art und kein Schmutz und Staub iſt. Was

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