geſchäften zurückgezogen, ſehr viel Zeit für Ge keiten hatte, ſo war das Plathen'ſche Höôtel nach nach zu der Berühmtheit gelangt, daß es nicht a
ſucht werden mußte.
durch Kunſtwerke, Gemälde oder ſonſtige Liebhabereien aus, ſondern durch— Blumen.
Blumen ſah man überall! Blumen auf Etagé⸗ ren, auf Konſolen, auf den Tiſchen, auf den Schrän⸗ ken.— Man ging und ſtand und ſaß zwiſchen Blu⸗ men. Die Baronin Plathen hatte nur dieſe einzige Paſſion und man ſah ihr die thörichte Ueberladung mit dieſem Luxusartikel gern nach, wenn man auch nicht umhin konnte darüber zu lächeln, auf welche Weiſe ſie ihrer Paſſion fröhnte.
Sie hatte nämlich von Jugend auf einen pein⸗ lichen Ordnungsſinn, der ſich mit den naturwüchſigen Kindern Flora's ſchwerlich vertragen haben würde, da ſie die Elemente: Erde, Waſſer und Luft zu ihrer Eriſtenz gebrauchten.
Nach der Theorie der Baronin war nun Erde Schmutz— Waſſer gab Flecke, und Luft brachte Staub in die Zimmer. Blumen welkten auch bis⸗
von Einheimiſchen, ſondern auch von Fremden aufge⸗
Die Leutchen waren kinderlos und reich. Ihre Zimmer zeichneten ſich aber nicht durch Raritäten,


