34 men Blicken, die mich ſchamroth machten und beleidigten, weil mir ein ſolches Betragen noch
nicht vorgekommen war. Man ſagte mir: es ſei der Baron Montalto.
Hoel erkundigte ſich darauf mit ſatyriſchem Laͤcheln nach dem Befinden meines wohlwol⸗ lenden Beſchuͤtzers— ſo nannte er Glyndwr, deſſen Namen ich damals noch nicht kannte. Ich gerieth in Verwirrung und antwortete mit ſtotternder Stimme, was ihn beluſtigte.
Darauf gaben ſich die beiden Herrn ein verabredetes Zeichen und ſprachen heimlich mit einander. Endlich ſtand der Abt mit Hoel Sele raſch auf und ich blieb allein mit Montalto im Sprachzimmer. Sogleich machte er mir mit frecher Stirn eine Liebeserklaͤrung in den keidenſchaftlichſten Ausdruͤcken. Sehr galant, wie er glaubte, bemerkte er: da ich nicht geſon⸗ nen ſei, eine Nonne zu werden, fuͤhle er ſich gedrungen, es zu beklagen, daß mein Tyrann


