Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

3

22

1.

les von Verruͤcktheit und moraliſcher Vernich⸗ tung. Endlich ward ich und zwar durch Ge⸗ waͤhrung des frevelhaften Verlangens fuͤ mei⸗ 2 ne Tollkuͤhnheit beſtraft. Starrſucht laͤhmte mir alle Glieder; ich ſchien todt, aber waͤhrend der Koͤrper ſchlief, wachte der Geiſt und eine graͤßliche Erſcheinung unterhielt ſich mit ihm, V ſo lange die Periode dieſes halben Seins dauerte. Dreimal unter denſelben Umſtaͤnden,

aber nach langen Zwiſchenraͤumen verkehrte ich

mit jenem ſchauerlichen Weſen. Da ſtiegen

die frappanteſten Begebenheiten meines Lebens 2 vor meinem innern Auge auf, wie vom Strahl der Morgenſonne vergoldete Berggipfel aus Nebeln der Nacht. Zwar der Zeiger, welcher an meiner Schickſalsuhr jede Minute andeuten ſollte, war noch unſichtbar im Dun⸗ V kel; aber ſchon hoͤrte ich den Schlag der Stun⸗ den, die kommen wuͤrden.

Dooch ach! wie viel Unſegen hat mir nicht 4 dieſe Befriedigung meines Vorwitzes gebracht. Mein Geiſt iſt entnervt, ſeit ich weiß, daß