Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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meine Hoffnungen in der Ferne liegen und alles, was ich auch thun moͤchte, die Erfuͤl⸗ lung derſelben nicht beſchleunigt. Welche Er⸗ eigniſſe den Zwiſchenraum ausfuͤllen werden was liegt mir daran, da ſie zuletzt ſo gut, als nicht geſchehen ſeyn werden. Wollte ich mich einſtweilen mit dem beſchaͤftigen, was andere Menſchen wichtig nennen; ſo wuͤrde doch mir ſelbſt dabei zu Muthe ſeyn, als eb ich den Stein des Syſiphus waͤlze, oder Kirſenkoͤrner durch ein Nadeloͤhr werfe.

Nun, lieber Freund! nicht wahr? Du begreifſt nun das Geheimniß meiner Unthaͤtig⸗ keit? Wehe dem Sterblichen, deſſen Blick in die Zukunft drang! O, daß ich die fruͤhere Unkenntniß derſelben zuruͤckerhalten koͤnnte! mit ihr wuͤrde auch meine Energie zuruͤckkeh⸗ ren. Ich lebte dann, wie Andere, in der freundlichen Taͤuſchung dahin, daß ich durch

Anſtrengung aller phyſiſchen und moraliſchen Kraͤfte meinem Schickſale eine guͤnſtigere Wen: dung geben koͤnne. Ich wuͤrde dann ſie uͤben