Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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Ein gewoͤhnlicher Menſch wuͤrde ſich durch die Arbeiten, denen ich mich unterzog, um jenen gluͤhenden Durſt zu loͤſchen, bald abgekuͤhlt haben. Ich aber, ohne zu ermuͤden, ſtrengte alle Kroͤfte des Koͤrpers und des Geiſtes an, um in das Heiligthum der hoͤhern Wiſſenſchaf⸗ ten einzudringen. Muthig ſtuͤrzte ich mich in den Abgrund der Naturgeheimniſſe und was ich da gewahrte, vermehrte meinen Feuereifer. In einem begeiſterten Augenblicke foderte ich keck jene geſpenſtiſchen Weſen auf, von wel⸗ chen ich in Buͤchern gelefen hatte, mir zu erſchei⸗ nen. Aber um dieſen Zweck zu erreichen, er⸗ ſchoͤpfte ich vergebens alle Kuͤnſte der Magie. Keine Stimme antwortete dem Rufe meiner ſehnſuͤchtigſten Wuͤnſche und vergebens benetzte ich die Erde mit brennenden Thraͤnen, gleich einem Opfer, das zu den Fuͤßen eines ſteiner⸗ nen Goͤtzen fruchtlos um Erbarmen wimmert. Niemals werde ich jenen merkwuͤrdigen Zeit⸗

punkt vergeſſen; ich erinnere mich deſſen, wee

eines ſchrecklichen Traums, wie eines Anfa