— 162— gefolgt und hatten ſich vor dem Fort ergeben. Ob⸗
dianer meiſtentheils ſiegreich geweſen waren, ſo wußten ſie doch, daß ihre weißen Feinde ihnen an Zahl weit überlegen waren, und daß dieſe daher endlich doch den Sieg behaupten würden. Der Geiſt der Rache für lange erduldete Schmach hatte ſie anfangs auf⸗ geſtachelt, aber ſie hatten ihrer Rache nun vollſtändig Genüge geleiſtet und waren zufrieden. Die Vater⸗ landsliebe— die Anhänglichkeit an ihre alte Heimath — der bloße Patriotismus ward jetzt gegen die Furcht vor faſt vollſtändiger Vernichtung abgewogen. Die Letztere fiel am ſchwerſten in die Wagſchaale. Der Kriegsgeiſt war nicht mehr überwiegend. Vielleicht hätten die Indianer, wenn in dieſem Augen⸗ blicke Friedenseröffnungen gemacht worden wären, ihre Waffen niedergelegt und in die Auswanderung gewilligt. Selbſt Oceola hätte die Annahme der Bedingungen kaum verhindern können, und es war zweifelhaft, ob er den Verſuch gemacht haben würde. Mit Genie und vollſtändiger Kenntniß der Stärke und des Charakters ſeines Feindes ausgeſtattet, mußte er die Drangſale vorausſehen, welche noch über ſeine Anhänger und ſeine Nation kommen ſollten. Es konnte nicht anders ſein. War es eine düſtere Ahnung der Zukunſt, welche ihm dieſes ſchwermüthige
ſchon in den bis jetzt gelieferten Kämpfen die In⸗


