Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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0. einem jedoch wußte ſie Nichts. Sie wußte nicht, wer dieelende Indianerin war. Sie hatte den Namen Maümee's nicht gehört. Da ich wußte, daß ſie dieſen nicht kannte, ſo hörte ich die verleumderi⸗ ſchen Bemerkungen mit mehr Ruhe an.

Dennoch aber ward ich in einige Aufregung verſetzt und ſtand mehr als ein Mal auf dem Punkte, ihr die wahre Urſache zu erklären, weßhalb ich Ring⸗ zold zur Rechenſchaft gezogen. Aus gewiſſen Grün⸗ den enthielt ich mich jedoch. Meine Mutter würde mir überdies auch nicht geglaubt haben.

Was Ringzold ſelbſt betraf, ſo erfuhr ich, daß in ſeinen Verhältniſſen kürzlich eine bedeutende Aen⸗ derung ſtattgefunden hatte. Sein Vater war ge⸗ ſtorben, und zwar in einem Ausbruche von Wuth, während er im Begriffe war, einen ſeiner Sclaven zu züchtigen. Ein Blutgefäß war geſprungen, und er war, wie von der Hand Gottes getroffen, todt zur Erde niedergeſtürzt.

Arens, der einzige Sohn, war nun Herr ſeines großen, übel erworbenen Reichthums, einer Pflanzung mit über dreihundert Negern, und man ſagte, daß dies ihn nur geiziger gemacht habe, als er 6 e dalde⸗ ſen war.

Sein Ziel war daſſelbe, wie das des ſalern

Ringzold geweſen war Beherrſcher aller Menſchen Oceola. III. 2