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„O ſag es noch einmal, ich höre Dich ſo gern von jener ſchönſten Stunde meines Lebens reden.“
„Stunde, Herbert? Kaum eine Minute war es ja nur und doch eine Minute, die mein ganzes übriges Leben aufwiegt! Eine Minute, in der ich erfuhr, die Sprache Deiner Augen ſei viel aufrichtiger und wahrer, als die Deines Mundes! O hätte ich das nicht tief empfunden und hätte ich daran nicht beſtändig feſt ge⸗ glaubt, ich hätte verzweifeln müſſen! Die Erinnerung
an jenen holden, mir ewig unvergeßlichen Blick tröſtete
mich und hielt mich ſtets aufrecht. Er ließ mich trotz allen Mißgeſchicks immer wieder hoffen!“
„Und mich auch Käthchen. Die Erinnerung daran iſt mir gewiß eben ſo theuer, wie ſie Dir ſein kann. Laß uns darum den von unſerer Liebe geweihten Platz aufſuchen.“
3** Eine Stunde ſpäter ſtanden Beide mit einander auf dem Jumbefelſen, auf der ihren Herzen über Alles theu⸗ ren Stelle. Herbert ſchien ſeine früher geäußerte Abſicht ganz vergeſſen zu haben. Nicht ein Wort ward jetzt von ihm über Cubina oder über die Lage ſeines künftigen Hauſes geäußert, nicht ein Wort über das glückliche Thal oder die durch deſſen Anblick geweckten unfreundlichen Erinne⸗ rungen. Die ganze Vergangenheit ſchien für jetzt ver⸗ geſſen, ausgenommen jener beiden Liebenden unvergeß⸗ liche ſüße Augenblick, in deſſen ungetrübtem Andenken ihre Seelen wie ihre Geſpräche ſich vereinten.
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