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„Und Du liebteſt mich damals wirklich?“ fragte er, lediglich um den Genuß zu haben, die Bejahung dieſer ſonſt gewiß überflüſſigen Frage zu hören.„Du liebteſt mich damals?“
„O Herbert, wie hätte ich Dich nicht lieben ſollen? Waren doch Deine Augen damals ſo ſchön!“
„Nun, ſind ſie es jetzt nicht mehr?“
„Wie grauſam doch eine ſolche Frage iſt! Gewiß ſind ſie jetzt noch viel ſchöner! Damals ſah ich in ſie nur in der Vorempfindung künftigen Glückes, jetzt aber ſeh' ich in ſie im vollen Bewußtſein des wirklichen Be⸗ ſitzes. Jener Augenblick damals verſprach Wonne und Glück, die Gegenwart aber iſt ganz Glückſeligkeit!“
Dieſe Bezeichnung war durchaus angemeſſen, nicht im Geringſten zu viel ſagend, um die wonnigen von Herbert Vaughan und ſeiner holden Frau in ſüßer Ge⸗ genſeitigkeit empfundenen zärtlichen Gefühle paſſend aus⸗ zudrücken. Wie ſie ſich jetzt glühend umarmten und ihre ganz von Liebe und Treue erfüllten Herzen zärtlich an⸗ einander ſchlugen, ſtand bei Beiden die Ueberzeugung feſt, daß es ſelbſt auf dieſer trüben Welt noch Glück⸗ ſeligkeit giebt.
Druck von Gebrüder Katz in Deſſau.


