Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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O Unſinn, Käthchen! erwiederte der junge Ehe⸗ mann ſcherzend.Nur nichts von Deinem Kreolenaber⸗ glauben. Es giebt gar keine Vorherbeſtimmung. Die war es gewiß nicht, die mein Herz zu dem Glauben trieb, daß Du das lieblichſte Geſchöpf auf der Welt, ſondern weil es wirklich ſo iſt. Sei nicht undankbar gegen Cubina und Yola und geſtehe es offen ein, Ge⸗ liebte, daß Du ohne ſie wahrſcheinlich Frau Smythje geworden wäreſt und daß ich ich

O Herbert! ſprich nicht von der Vergangenheit. Laß die in Vergeſſenheit begraben ſein, da unſere Gegen⸗ wart jetzt ſo ganz nach Wunſch iſt!

Ganz recht, Theuerſte! aber laß uns deswegen nicht die Dankbarkeit aus den Augen ſetzen, die wir Cubina und ſeiner treuherzigen Geliebten ſchulden. Um ihnen dies thatſächlich zu beweiſen, ſchlage ich noch etwas mehr vor, als ihnen blos dies Stückchen Land zu ſchenken. Laß uns ein hübſches Haus darauf bauen, ſo daß ſie bei ihrer Ankunft gleich ein eigenes Dach haben, unter dem ſie wohnen können.

O, das würde ihnen gewiß eine höchſt angenehme Ueberraſchung bereiten!

Dann laß uns dies bald ausführen. Was für ein lieblicher Morgen! Meinſt Du nicht auch ſo, liebes Käthchen!

Wie Herbert dieſe letzte Frage that, ſah er durch die offenen Jalouſien. Der Morgen war gerade nicht vor⸗ zugsweiſe ſchön, wenigſtens nicht für Jamaica, allein Käthchen ſah mit Herberts Augen und in dieſem Augen⸗ blicke erſchien die ganze Welt beiden in ihrer Liebe glück⸗ lichen Leuten roſenfarbig.