Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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von des Schiffers Verrath gegen den Prinzen Cingües wußte, befahl ſofort ſeine Gefangennahme und ließ ihn ohne irgend eine Unterſuchung oder irgend eine andere Formalität auf der Stelle in Stücke zerſchneiden. Dann ward er gekocht und bei dem großen Nationalfeſte ge⸗ geſſen, das zur Feier meiner Hochzeit mit der Prinzeſſin Yola gegeben wurde. Carambo! es war ein peinigender Anblick und man hätte wirklich Mitgefühl für den armen Unglücklichen haben können, wäre er nur etwas Anderes als ein Menſchenfleiſchhändler geweſen; allein da dies der Fall, ſo konnte ich zuſehen, ohne große Luſt zu empfinden, mich für ihn zu verwenden. Uebrigens war mein Fellatah⸗Schwiegervater in der That ſo erzürnt und wüthend über ihn, daß ich den Elenden nicht von einem Schickſale hätte retten können, das er nach allen Unthaten eigentlich ganz wohl verdient hatte, und dem ihn überwieſen zu ſehen die ſämmtlichen von ihm über's atlantiſche Meer geführten armen Opfer unbezweifelt ſehr vergnügt geweſen wären.

Es iſt nur gut, ſagte Käthchen darauf,daß Cu⸗ bina ſich entſchloſſen hat, ein Land zu verlaſſen, wo, wie ich fürchte, ſolche Auftritte ganz gewöhnlich ſind. Ich werde ſehr glücklich ſein, ſie Beide wieder hier auf unſrer ſchönen Inſel zu ſehen. Und Du, Herbert, des bin ich gewiß, wirſt Dich auch auf ihre Rückkehr freuen.

Ganz gewiß werde ich das. O Käthchen! iſt es Dir wohl je eingefallen, wie ſehr wir den Beiden eigent⸗ lich verpflichtet ſind?

Oft, Herbert, oft. Und glaubte ich nicht feſt an eine Vorherbeſtimmung, ich möchte faſt annehmen, daß ſie allein