„Ach!“ erwiderte die junge Frau mit muthwilligem
Vorwurfe,„quäle mich doch nicht mit ſolchen Dingen.
Du weißt ſehr gut, daß ich es Dir gegeben haben würde, wenn ich mich als die rechtmäßige Eignerin hätte betrach⸗ ten können und daß—“
„Halt, halt, theuerſtes Weſen! Quäle mich auch nicht mit ſolchen Bemerkungen! Du warſt die rechtmäßige Eigenthümerin, hätteſt es wenigſtens ſein ſollen und ſelbſt wenn wir nicht gemeinſchaftliche Eigenthümer ge⸗ worden wären, ich hätte nie daran denken können, Dich aus dem Beſitze zu vertreiben. Aber nun ſage nur, ſoll Cubina das Land haben?“
Eine Wiederholung jener früheren ſanften Umarmung beſiegelte die beiderſeitige Einwilligung zu dem Vorſchlage Cubinas.
Herbert begann nun wieder den Brief weiter zu leſen.
„Guter Gott!“ rief er, als er ihn zu Ende geleſen, „was für eine merkwürdige Geſchichte! Der Sclaven⸗ ſchiffer, der Nolas Bruder nach Jamaica gebracht, iſt wieder an der Küſte da geweſen. Was für eine ſchreck⸗ liche Vergeltung!“
„Was denn lieber Herbert?“
„Denke Dir nur, ſie haben ihn gefreſſen!“
„O du himmliſcher Vater!“
„So fürchterlich es auch ſein mag, es iſt doch wahr. Sonſt würde Cubina es ſicher nicht geſchrieben haben. Höre nur, was er ſagt:
„Jowler— das war der Name des Sclavenſchiffers — kam zu dem alten Futatoro, um von ihm eine neue Ladung Sclaven zu erhalten. Der Fürſt, der bereits


