Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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Sie übermacht ihre Botſchaften dem Ernſten wie dem Fröhlichen, ſie bringt dem kummerbeladenen Herzen Freude und verſetzt das noch wenige Augenblicke vor ihrem Ein⸗ treffen von Wonne und Freude erfüllte Gemüth in trübe Angſt und ſchwere Sorgen.

Die in der großen Halle von Willkommenberg ſich Befindenden waren ſicher von den ſeligſten Gefühlen er⸗ füllt, das kündeten ihre träumeriſchen Augen, die ſich gegenſeitig mit den traulichſten Blicken inniger Liebe an⸗ ſahen und ſo tief in einander verſenkt waren, daß ſie die dunkle kleine Gnomengeſtalt nicht beachteten, die ſich in der Allee näherte und die der wohlbekannte Poſtbube auf dem zottigen Klepper war, der noch immer als Bote nach der Montegobay benutzte Quashie.

Obwohl Briefe von den beiden Glücklichen gewöhnlich nur ſehr wenig beachtet wurden, ſo war dies heute doch anders. Der von Quashie überlieferte Briefbeutel ent⸗ hielt einen ganz beſonderen Brief, deſſen Abſendungsort zur alsbaldigen Oeffnung trieb. Der Brief war nämlich ein Afrikaniſcher und mit dem Namen eines der Mün⸗ dung des Gambia naheliegenden Hafens geſtempelt. Die Adreſſe des Briefes lautete:Herbert Vaughan, Guts⸗ beſitzer zu Willkommenberg, Jamaica.

Der junge Pflanzer öffnete den Brief und durchflog ihn raſch.

Von Deinem Bruder Cubina! ſagte er, obwohl er wußte, daß er hierdurch nichts Neues mittheilte.Er ſchreibt, um uns anzukünden, daß er wieder nach Ja⸗ maica zurückkehren will.

O, darüber bin ich ſehr erfreut. Ich wußte wohl, er könne nicht zufrieden unter einem ſolchen wilden Volke