Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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einige Veränderung wahrzunehmen, die ſich indeß vor⸗ züglich auf ſeinen jetzigen Bewohner und Inhaber bezog. Anſtatt eines ziemlich ſtarken Herrn von ungefähr fünf⸗ zig Jahren mit etwas geröthetem Geſichte war der ge⸗ genwärtige Eigenthümer von Willkommenberg ein Jüng⸗ ling von edlem Anſtande, dem Alter freilich nach kaum ein Mann, allein der Haltung wie dem Betragen nach vollkommen geeignet, der Herr des ariſtokratiſchen Hauſes zu ſein.

Ihm zunächſt und ſicher ganz nahe bei ihm weilt ein holdes, gewiß jedes Auge feſſelndes Frauenbild, das ſchon das alte Haus geziert, dem neuen aber noch zu größerer Zierde gereicht, die Tochter des früheren Eigen⸗ thümers, die Gattin des jetzigen.

Sie hat nicht einmal eigentlich ihren Namen verän⸗ dert, nur ihren Stand, denn die kleine Quasheba iſt jetzt nicht mehr Fräulein Vaughan, ſondern Frau Vaughan.

Beide ſitzen jetzt in der großen Halle mit dem glatten Fußboden und dem wie früher glänzenden Hausgeräthe.

Es iſt bald nach dem Einnehmen des Frühſtücks und,

ganz wie vormals, gerade die Zeit, wo die Ankunft der

Poſt erwartet wird. Wohl waren ſie hierauf keineswegs beſonders begierig, denn die beiden glücklichen Leute waren gegen die Außenwelt ziemlich gleichgültig und kümmerten ſich wenig um Neuigkeiten. Ihre Liebe, noch in der vollen Blüthe ſüßer, von einer erſt kürzlich ge⸗ ſchloſſenen Ehe geweihter zärtlicher Empfindungen, war ihnen ihre ganze Welt. Welch beſonderes Intereſſe hätten ſie daher an der Ankunft der Poſt nehmen ſollen. Allein der Poſt iſt es vollkommen einerlei, ob ſie erſehnt oder mit Gleichgültigkeit aufgenommen wird.