Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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Mit einem wilden Schrei hob der ſeiner Rache jetzt gewiſſe Fellahfürſt, ſo bald er den Juden erkannt, ſein Gewehr, zielte und drückte los. Der junge Afrikaner war ein ſicherer, nicht leicht ſein Ziel verfehlender Schütze, und hätte Quaco nicht plötzlich ſeinen Arm ergriffen und dadurch die Richtung des den Tod verſendenden Laufes etwas verändert, die letzte Stunde Jakob Jeſſurons hätte gewiß in dieſem Augenblicke geſchlagen.

Allein nahe war ſie doch. Ungeachtet Quacos Da⸗ zwiſchenkunft, ungeachtet des Zufalles, der das tödtliche Geſchoß etwas von ſeinem eigentlichen Ziele abgelenkt, hatte das Schickſal doch beſtimmt, ſein unentreißbares Opfer zu haben.

Die im Nachen Sitzenden ſchienen durchaus nicht verwundet zu ſein; doch wie der Pulverdampf ſich ver⸗ zogen hatte, konnte man deutlich wahrnehmen, daß der Schuß keineswegs ganz wirkungslos geweſen. Chakras Hände waren leer, das darin befindliche Ruder war von der Kugel getroffen und ihnen entriſſen worden; es ſchwamm nun auf der Oberfläche des Waſſers und trieb ſchnell mit der ſtarken Strömung dem Schlunde des Waſſerfalles zu.

Ein geller Angſtſchrei war dem überraſchten Chakra gleich nach dem Schuſſe entwichen. Er allein begriff die Gefahr, der er plötzlich durch dieſen Zufall ausgeſetzt war, er allein kannte die fürchterliche unwiderſtehliche Kraft

des wirbelnden Strudels, die ihn ſo wohl wie ſeinen

Genoſſen im Kahne zu überwältigen drohte.

Ohne Zögern warf Chakra ſich auf ſeine Kniee im Nachen nieder, beugte ſeinen Körper ſo viel wie möglich hinunter, ſtreckte an jeder Seite des Nachens einen Arm