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Leuten im letzten Kampfe gefallen waren und um ſich noch näher davon zu unterrichten, welchen Weg die Räu⸗ ber bei ihrem letzten Abzuge einſchlugen.
Gerade als der Marone ſich vom Kiosk entfernte, ſchlich eine menſchliche Geſtalt ganz leiſe und heimlich durch das hintere Gartenpförtchen und näherte ſich ver⸗ ſtohlen dem Sommerhauſe. Ungeachtet eines weiten, ſie umhüllenden Mantels war die Geſtalt doch leicht als eine weibliche von ſehr entwickelten Formen zu erkennen, und zwar, wenn das noch immer von Zeit zu Zeit auf⸗ lodernde Feuer einen friſchen Balken ergriff und dann heller leuchtete, vermochte man ein ſehr ſchönes Geſicht zu unterſcheiden, das indeß durch den offen hervortreten⸗ den Ausdruck von Zorn und Wuth auf's Schrecklichſte entſtellt, ja faſt zu einem häßlichen und abſchreckenden umgewandelt war.
Dieſe Geſtalt war die der ſchönen Jüdin Judith Jeſſuron und der Grund ihres plötzlichen Erſcheinens hier iſt gewiß leicht erklärlich, wenn man ſich erinnert, von welcher eiferſüchtigen Wuth ihr ganzes Weſen ſeit dem räthſelhaften Verſchwinden Herberts ergriffen war. Jetzt hatte dieſe Wuth der quälendſten Eiferſucht alles Maß überſchritten und trieb ſie mit blinder rückſichtslo⸗ ſer Gewalt zu dem Aeußerſten.
In kurzer Zeit hatte Judith einen Stand eingenom⸗ men, der ihr einen unbehinderten Blick in das Innere des Kiosk gewährte. Was ſie da ſah, war freilich nicht geeignet, das fürchterliche, ſie verzehrende Feuer der Eiferſucht zu veringern oder gar zu löſchen; im Gegen⸗ theil fachte dies die wahnſinnige Raſerei ihrer wüthen⸗ den Leidenſchaft nur noch mehr an und vernichtete auch


