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Mahn! Schudith würd ſchon hoirathen dön jongen Mahn. Uech glaube gor, ſü lübt ühn, üch förchte, ſü lübt ühn und ör üſſcht vülloicht nücht ſo vül wörth wü ſoine Schuhnägel! Daſch muſch üch vörhündern, boi moiner Söle! Daſch muſch üch vörhündern! Oes darf durchauſch nücht göhen woiter, alſch büſch üch hobe dön Kuſchtos göwüß! Nücht oinen Schrütt— noin, nücht oinen Schrütt! Sü muſch üch ſpröchen uhnd daſch noch ün düſer Nacht. Jo, üch muſch Schudith ſpröchen, bö⸗ vor üch ſchlofe!“
So von dem Wunſche getrieben, ſeine Tochter noch zu ſprechen, beeilte der Jude ſeine Schritte und langte bald unter dem Schatten des großen Gebäudes an, das hauptſächlich den ihm gehörenden Hof bildete.
Hier von dem ſchwarzen Pförtner in's Thor einge⸗ laſſen— denn das des innern Hofes, des Sclaven⸗ raumes, war ſtets verſchloſſen— ſtieg der Jude die hölzernen Treppenſtufen hinauf und ſchlich ſich leiſe über die Veranda, als ob er in ſeinem eigenen Hauſe ein Fremder, anſtatt deſſen Beſitzer geweſen wäre. Der Grund dieſer leiſen verſtohlenen Bewegung war, einen Schläfer in der Hängematte nahe am Ende der großen Gallerie nicht aufzuwecken.
Der Jude wandte ſich im Hauſe ſofort nach der an⸗ dern Seite deſſelben und ſchritt nach einer Kammer zu, durch deren Gitterfenſter noch ein Licht ſchien. Es war das Schlafgemach ſeiner Tochter, der ſchönen Judith.
Als er die Thür erreicht hatte, klopfte er an, jedoch
ganz leiſe, und rief zugleich halb flüſternd den Namen „Schudith!“


