Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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erreicht hatte, ſtand nun einen kurzen Augenblick ſtill, um einen Korb, den ſie mit heraufgebracht hatte und aus deſſen halb geöffnetem Deckel der Hals einer Flaſche hervorſah, anders auf ihren Arm zu hängen. Dann, nachdem dies geſchehen war, ſchlug ſie den in tiefem Schatten liegenden Waldpfad ein und verſchwand bald gänzlich.

Sofort, nachdem ſie vorübergegangen war, glitt der vollkommen unbemerkt gebliebene Marone ſtill den Rand der Felſenwand hinab und ließ ſich leiſe an der er⸗

wähnten Treppe hinunter. Das war in der That für ihn nicht ſchwierig und nach wenigen Augenblicken hatte er den Rand des kleinen Sees erreicht.

Hier hielt er inne, um ſich davon zu überzeugen, ob der Nachen ſchon am andern Ufer angelangt und ob ſeine Inhaber dort bereits ausgeſtiegen ſeien.

Nachdem er hiermit einen Augenblick verbracht, ſcharf um ſich geſehen und genau gehorcht hatte, um ſich zu überzeugen, ob das Ufer drüben bereits von Men⸗ ſchen leer ſei, ließ er ſich mit Behendigkeit ins Waſſer hinab und ſchwamm dem andern Ufer zu.

Nur ungefähr zwei Drittel der Oberfläche des Sees waren vom Monde erhellt, auf den übrigen Theil deſ⸗ ſelben warf der Felſen einen dunklen Schatten. Inner⸗ halb dieſes Schattens hielt Cubina ſich vorſichtig, ſchwamm ohne alles Geräuſch und langte glücklich am jenſeitigen Ufer an, ohne bemerkt zu werden.

Unter den hohen Bäumen, die den oberen Theil des Gewäſſers beſchatteten, war es eben ſo dunkel, als wenn gar kein Mondlicht vorhanden ſei. Nur auf die

Mitte des Sees ſelbſt und hier und da durch eine