Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

5

was er jetzt im Nachen ſah, nicht der Geiſt des Chakra, ſondern der wirkliche Chakra ſei.

Wie der Koromantis dazu kam, noch zu leben und ſich zu bewegen, mußte dem Maronen allerdings unbe⸗ greiflich ſein; allein Cubina beſaß viel Scharfſinn, und die Gegenwart des Juden, offenbar ſchon längſt mit dem wiedererweckten Zauberer in Verbindung ſtehend, trug zur Erklärung des Geheimniſſes der Auferſtehung bei.

Vorläufig damit zufrieden, daß er Chakra wirklich geſehen hatte, ſtellte er ſich jetzt ſo hin, daß es ihm möglich wurde, alle Bewegungen, ſowohl die des Man⸗ nes im Nachen, wie auch die der beiden Andern, die ihn über den kleinen See herübergerufen hatten, voll⸗ ſtändig zu beobachten.

Jetzt hatte er den Nachen aus dem Geſichte ver⸗ loren, er war unter die Gebüſche unten am Rande des

Felſen geglitten, wo er von oben nicht zu ſehen war.

Stimmen drangen nun von unten herauf, die von Cubina wohl vernommen, aber doch nicht deutlich gehört und verſtanden werden konnten.

Drei verſchiedene Stimmen vermochte er indeß deut⸗ lich zu unterſcheiden, die Chakras, die des Juden und von Zeit zu Zeit auch den ſcharfen Diskant der Sclavin Cynthia.

Er neigte das Ohr und horchte mit der geſpannte⸗ ſten Aufmerkſamkeit, in der Hoffnung zu hören, was ſie

ſprächen. Nur zuweilen vermochte er wirklich ein Wort

zu verſtehen, allein trotz aller Anſtrengung konnte er doch von der eigentlichen Unterredung nichts Weſent⸗ liches erfaſſen.