„Waſch, waſch, Du haſcht ühm Neuigkoiten ge⸗ bracht? Waſch für Neuigkoiten, Mädchen?“
„Nur, daß Maſſa Vagh'n morgen früh ausreiß.“
„Boi moiner Söll“ rief der Jude erſtaunt aus, hielt im Gange inne und wandte ſich nach der Mu⸗ lattin mit einem Blicke höchſter Verwunderung.„Boi moiner Söl! Ueſcht daſch Doin wörklicher Ernſcht?“
„Auf dem Buff wird ſo geſagt, Maſſa Jeſſuron. Uebrigens weiß ich ſelbſt es auch, daß er fortgeht. Ich habe ihm ſeine Hemden in den Mantelſack packen helfen. Er reiſt zu Pferde.“
„Aberſcht wohün, Mädchen? wohün?“ ſtöhnte der Jude beſorgt und ängſtlich.
„Sie ſagen, nach Spaniſchſtadt, an der andern Seite der Inſel.“
„Spaniſchſtadt!“ ſchrie der Koppelhalter in einer Weiſe, die deutlich zeigte, daß dieſe Worte eine ihm höchſt unwillkommene Nachricht enthielten.„Spaniſch⸗ ſtadt! Jo, gewüß, ös üſcht ſo! Uech wuſchte ös wohl, üch wuſchte ös wohl!“
Während er dieſe ſtark betonten Ausrufungen in leidenſchaftlichſter Erregung vorbrachte, ſtieß er ſeinen unzertrennlichen Regenſchirm feſt auf den Boden, als wolle er den über die letzte Antwort der Mulattin empfundenen Verdruß dadurch noch eindringlicher und deutlicher machen.
Nur wenige Augenblicke verweilte er noch auf dem Flecke ſtehend. Dann bewegte er ſich plötzlich von dem Baume vorwärts und rief:„Geſchwünd! geſchwünd,


