Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Du gewiß, daß Fräulein Vaughan ihren Vetter Herbert wirklich liebt?

Ganz gewiß, Cubina! Fräulein oft ſo ſagen, ſehr oft. Sie hat vielen Gram ſeinetwegen. Sie hört, er heirathet ein ſchönes, aber böſes Mädchen. Du kennſt ja den alten Juden; ſeine Tochter ſoll er heirathen.

Ich habe davon gehört, erwiederte Cubina, der offenbar von ſeiner Geliebten hierüber mehr und Ge⸗ naueres erfuhr, als er bereits wußte;ich habe davon gehört. Aber nach Allem, fuhr er nachdenklich fort, mag es vielleicht zu keiner dieſer Heirathen wirklich kommen. Es giebt ein Sprichwort, Yola, das ich un⸗ ter den Weißen gehört:Es ſteht Manches auf der Wippe zwiſchen dem Glas und der Lippe. Ich hoffe, das findet auf Dich und mich keine Anwendung, aber wohl möchte dies leicht der Fall ſein bei dem Verhält⸗ niß zwiſchen dem jungen Herrn Vaughan und Judith Jeſſuron. Wer mag das wiſſen? Ich weiß ein wenig davon. Por Dios! Du haſt mir gute Nachrichten ge⸗ bracht für einen andern armen Menſchen. Aber, Yola, ſag' mir nun, haſt Du nicht etwas darüber gehört, wann Deine Herrin und dieſer engliſche Herr ſich hei⸗ rathen werden?

Maſſa ſagen, bald. Er Fräulein Käthchen ſagen, er große Reiſe machen muß. Wenn er zurückgekommen, dann gleich Hochzeit machen. So er Fräulein Käthchen geſtern ſagen. 3

Der Cuſtos will eine Reiſe machen? Haſt Du nicht gehört, wohin?