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Drittes Kapitel.
Eine Liebesſrene unter der Ceiba.
Der Liebende, der wirklich geliebt wird, braucht nie eine Täuſchung zu befürchten. Treu ihrer Liebe und pünktlich zur beſtimmten Zeit erſchien die erwartete Herz⸗ geliebte in der Lichtung.
Mit etwas furchtſamem, doch anmuthigem Schritte näherte ſie ſich der Ceiba, doch war ihre Miene zuver⸗ ſichtlich und bewies klar, daß ſie in keiner Weiſe zwei⸗ felhaft war. Ein zutrauliches und etwas gefallſüchtiges leichtes Lächeln, das in ihren dunklen Augen flammte und um ihre anmuthig gewölbten Lippen ſpielte, redete deutlich von einem bereits feſt beſchworenen Liebesbunde und verkündete ein unerſchütterliches Vertrauen in die gegenſeitig ausgetauſchten Liebesſchwüre.
Cubina eilte ihr raſch entgegen und die Liebenden trafen ſich auf dem offenen Grunde, etwas von dem Rieſenbaume entfernt. Beider Haltung beim Begrüßen zeigte, daß dies wohl nicht mehr ihre erſte Zuſammen⸗ kunft ſei, ſondern daß ſie ſich ſchon oft zuvor auſ dem⸗ ſelben Platze getroffen De
Die Gegenwart des Flüchtlings, der aber von der Stelle nicht geſehen werden konnte, hielt Cubina nicht ab, ſeine Geliebte mit einem herzlichen Kuſſe zu empfan⸗ gen und ſie einen Augenblick anſs Zärtlichſte in ſeine Arme zu ſchließen.
Als der erſte Rauſch des wonnigſten Entzückens


