Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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geſehen habe. Sie kann gewiß mit ihm reden; wenn er ein Fellah iſt, ſo muß ſie es können. Da wollen wir hören, was er zu ſagen hat, und was das beſtändige: kein Sclave⸗ bedeutet. Ha! rief der Sprecher aus und begann jetzt ein lautes Selbſtgeſpräch,wie die Zeit hingegangen iſt! Wahrhaftig, in wenigen Minuten iſt es Mittag. Yola muß bald hier ſein. Um zwölf Uhr wollte ſie kommen. O, ich muß ihn fortbringen, daß er nicht zu ſehen iſt, und dieſe todten Hunde auch, oder meine ſchüchterne Kleine wird erſchreckt werden. Hier iſt ſo vielerlei vorgegangen, Blut und Tod und Feuer, daß ſie kaum den alten traulichen Platz wiedererkennen wird. Höre mal, Fellah! komm hierher und quetſche Dich da mal hinein, bis ich Dich wieder herausrufe.

Für den Flüchtling waren die Geberden ſeines Gön⸗ ners verſtändlicher, als ſeine Worte. Er ſah aus ihnen, daß er ſich zwiſchen den Ausläufen und Strebepfeilern der mächtigen Ceiba verbergen ſollte, ſtand deshalb von dem Baumſtumpfe, auf dem er ſaß, auf und folgte ſofort der ihm gemachten Anforderung.

Der Maronenhäuptling ergriff den Schwanz eines der großen Bluthunde, ſchleifte den Leichnam etwas über die Lichtung und warf ihn in ein dichtes Gebüſch. Dann kehrte er zur Ceiba zurück, brachte den andern Leichnam in glei⸗ cher Weiſe fort, ermahnte den Flüchtling, ruhig in ſeinem Verſtecke zu verbleiben, und erwartete nun die Theure, deren Ankunft um die Mittagszeit beſtimmt war.