Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

16

Das iſt ſonderbar, gewiß! murmelte der Marone nachdenklich.Was kann er damit meinen, wenn er ſagt, daß er kein Sclave denn das iſt doch gewiß, was er ſagen will. Sclave muß er ſein, wie käme er ſonſt hierher? Ich habe davon gehört, daß vorgeſtern eine Schiffsladung gelandet wurde und daß der alte Jude die meiſten von den Sclaven oder alle gekauft hat. Dieſer arme Burſche muß dazu gehören. Wahrſchein⸗ lich hat er die Worte am Bord des Schiffes gelernt. Vielleicht ſpricht er auch von dem, was er in ſeinem eigenen Lande geweſen. Der arme Teufel! Er wird bald genug den Unterſchied ausgefunden haben!

»Carambo!« fuhr der Marone nach einiger Unter⸗ brechung fort, während welcher er die Geſichtszüge des neuangekommenen Afrikaners aufmerkſam betrachtete. Es iſt eine Schande, einen ſolchen Mann zum Secla⸗ ven zu machen, einen Mann, der einem freigeborenen Menſchen hundertmal ähnlicher iſt, als ſein elender Herr! Ah! Dios! Dios! Das iſt ein hartes Geſchick, das er zu tragen hat. Ich fühle mich mehr wie halb verſucht, die Gefahr zu laufen und ihn von ſolchem Geſchicke zu retten. Nur daß ich das Geld nöthig habe

Wie jener halbe Entſchluß die Seele des Maronen erfüllte, war er von einem edlen und ſtolzen Geſichts⸗ ausdrucke begleitet.

Wenn ſie ihn nur nicht in meinem Beſitze geſehen hätten, fuhr er fort, zu überlegen;aber der Aufſeher und die ſpaniſchen Schufte wiſſen Alles und werden Nun wolhl, ſo laß ſie aber auf alle Fälle will ich ihn nicht eher zurück geben, als bis ich Yola