Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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ihn losgemacht, oder gar ihrem gänzlich erbarmungsloſen Herrn, hätte er irgend vermuthen können, daß dies der Gegenſtand ſeines ſtillen Nachſinnens ſei, deſſen Zeuge er augenblicklich war, ſeine Beſorgniſſe und Befürchtun⸗ gen wären unbezweifelt ſtärker geweſen, als ſeine Hoff⸗ nungen.

Der Maronenhauptmann fühlte ſich ſelbſt in Ver⸗ legenheit, daher ſeine zögernde und nachdenkliche Hal⸗ tung. Seine Pflicht war in Zwieſpalt mit ſeinen Wün⸗

ſchen. Gleich zuerſt ſchon hatte ihn das Geſicht des

Gefangenen intereſſirt, und nun, da er Zeit gehabt, es genauer zu prüfen und ſeine edlen Züge bemerkt hatte, wurde der Gedanke, ihn einem ſo grauſamen Herrn, deſſen Anfangsbuchſtaben auf ſeiner Bruſt ſtanden, wie⸗ der zu überliefern, ihm immer mehr zuwider.

Wohl war einmal eine Zeit, wo ein Maronenhaupt⸗ mann eine Uebertretung dieſes Geſetzes leichter angeſehen haben würde, doch das war noch vor der Eroberung der Stadt Trelawney oder vielmehr vor ihrer verräthe⸗ riſchen Uebergabe, gefolgt von der niederträchtigſten in der Geſchichte bekannten Verbannung.

Dieſer Verrath hatte eine große Veränderung her⸗ vorgebracht. Die Maronen, die der gezwungenen Verban⸗ nung entronnen waren und ſtets noch in den Bergfeſtun⸗ gen unter Aufrechthaltung ihrer Unabhängigkeit verweilten, waren keineswegs ein mächtiges Volk mehr, ſondern ledig⸗ lich nur noch ein Ueberbleibſel, deren Schwäche ſie nicht nur den Geſetzen der Inſel, ſondern auch ſelbſt der Tyrannei und den Launen ſolcher Pflanzer und Richter