Auf Befehl des Führers trennten ſie ſich in Hau⸗ fen von zwei oder drei Perſonen, entfernten ſich in ver⸗ ſchiedenen Richtungen und verſchwanden zwiſchen dem Unterholz eben ſo geräuſchlos, wie ſie zuvor aus dem⸗ ſelben herausgetreten waren.
Cubina allein verblieb in der Lichtung, während der gefangene Flüchtling auf einem Baumſtamm neben ihm niedergekauert ſaß.
Einige Minuten lang ſtand der Maronenhauptmann, ſich auf ſeine Flinte ſtützend, die ihm einer aus ſeinem Gefolge gebracht, die Augen auf den Gefangenen ge⸗ richtet. Er ſchien darüber nachzudenken, welches Ver⸗ fahren er in Bezug auf den unglücklichen Sclaven ein⸗ ſchlagen ſolle, und der finſtere, auf ſeinem Geſichte ruhende Schatten kündete an, daß ihn irgend eine Er⸗ wägung beunruhige.
Der Flüchtling, ihm zur Seite, ſah ſeinen Befreier, der ihn zu gleicher Zeit auch eingefangen, mit theils liebevollen, theils beſorgten und furchtſamen Blicken an, da er auf ſeinem Geſichte ähnliche Veränderungen be⸗ merkte. Seine Hoffnungen überwogen indeß ſeine Be⸗ fürchtungen. Obgleich unfähig, den Zuſammenhang zu begreifen, eben ſo wenig wie er die Beweggründe des Maronen kannte, ihn von ſeinen Verfolgern zu befreien, ſo wußte er doch ſo viel, daß er ſchonungsloſen, rauhen Händen entkommen war, um in andere zu fallen, die nicht nur erbarmungsvoll, ſondern mitleidig und freund⸗ lich zu ſein ſchienen. Hätte er irgend geahnt, daß eben ſein Befreier mit ſich ſelbſt überlegte, ob er ihn aus⸗ liefern ſollte, und zwar denſelben Leuten, von denen er
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