Montagu Smithje. Nicht wahr, das denkſt Du, Jacob Jeſſuron?“
Ausſicht auf den Neuangekommenen hätte, dieſen Herrn
„Jo, Schudith, jo! Du woißt, ör üſt der Gaſcht
des Kuſchtos, und der Kuſchtos, wü üch habe Grund
ßu glauben, hat oin Auge auf ühn für ſoine Toch⸗
ter. Fröle Vochan würd für oine Schönhoit gehalten,
und ös würde uns von koinem Nutzen ſoin, ühn ßu
gewünnen.“ „Sie eine Schönheit!“ rief die Jüden aus, indem
ſie ſtols den Kopf in die Höhe warf und ihre ſchöne
Naſe leicht rümpfte.„Sie war nicht die Schönſte auf
dem letzten Balle in der Bay, ſie nicht, gewiß nicht;
und was nun noch das Gewinnen anbelangt, ſo iſt die
Tochter eines Sclavenhändlers mindeſtens eben ſo gut, wie die Tochter einer Sclavin,— die ſogar ſelbſt eine Sclavin iſt, wie ich Dich habe ſagen hören.“ „Stüll, Schudith! nüchts möhr davon, nücht oin loiſes Wort, daſch dör jonge Mahn hören könnte, denn Du woißt ja, ör üſt ühr Vetter! Stüll!“ 8 „Mir iſt's gleich, ob er ihr Bruder iſt,“ verſetzte die Jüdin mit einem Tone trotzigen und verachtungs⸗ vollen Unwillens, denn Käthchen Vaughan's Schönheit war Judith Jeſſurons Hauptfeind,„ich würde ihn
ſchlechter behandeln, als ich jetzt thun will. Glücklicher Weiſe für ihn iſt er nur ihr Vetter, und er mit ihnen allen im Streite, ſo vermuthe ich;— hat er irgend
etwas von ihr geſagt?“ „Von ſoiner Couſüne Käthchen, moinſt Du?“
„Wen ſollte ich ſonſt meinen?“ fragte die Tochter


