Teil eines Werkes 
[1. Band] (1863)
Entstehung
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ſtattgefundene Unterredung der Letzteren einige Halte⸗

punkte gegeben hatte, dieſelben muthmaßen zu können.

Dieſe Unterredung fand am Morgen nach Herbert's Ankunft auf dem Judenhofe ſtatt und bezog ſich haupt⸗ ſächlich auf die Behandlung, die der neue Buchhalter von den Bewohnern desglücklichen Thales, doch ganz beſonders von Judith ſelbſt genießen ſollte.

Erwoiſe döm jungen Manne jöde Gefälligkoit, lübe Schudith! Güb Dür alle Mühe, ühm ßu gefallen.

Warum denn nun gerade ihm, mein werther Vater?

Stüll, Schudith, ſprüch loiſe, um Gottes Wüllen. Laß ühn Düch nücht ſo ſprechen hören. Uech hobe oinen Gruhnd, gögen ühn freundlich ßu ſoin.

Warum? Weil er der Neffe des ſaubern Cuſtos iſt? Iſt das Dein Grund, Rabbi?

Sprüch doch loiſe! Er üß in ſoinem Schlofzüm⸗ mer und kann uns hören. Oin oinziges Wort, daſch von Dür geſagte, kann alle moine Pläne ver⸗ nüchten. 1

Wohl, Vater, ich will ganz leiſe ſprechen, wenn Du es wünſchſt. Doch was ſind Deine Pläne? Willſt Du ſie mir nicht mittheilen?

Jo, daſch wüll üch ſchon, aber nücht grode jetſcht. Uech hobe oinen Gedanken, moine Dochter, oinen großen Gedanken, würklich. Und wönn Ahlles göht recht, Du, Schudith, würſt dann doch ſoin roichſte Frau auf Schamaica!

O, dagegen hätte ich gar nichts, die reichſte Frau auf Jamaica zu ſein mit einem Fürſten als Bedienten!

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