zu der Zeit, wo unſere Erzählung beginnt. Die kleine „Quasheba“ war, obgleich von der Natur mit jedem Reize ausgeſtattet, obgſeich vortrefflich erzogen, ausge⸗ bildet und veredelt, dennoch ſtets die Tochter einer Sclavin!
Viertes Kapitel. Ein Trühſtück auf Jamaica.
An einem ſtillen Morgen des ſchönen Monats Mai — ſchön in Jamaica wie ſonſt wo auf der Erde— kündigte die große Glocke in der großen Halle von Will⸗ kommenberg die Stunde des Frückſtücks an.
Bis dahin waren keine Gäſte weder um die Tafel noch überhaupt in der Halle verſammelt, ausgenommen die ſchwarzen und farbigen Hausdiener, die, ein halbes Dutzend ſtark, gerade aus der Küche mit Speiſebrettern und Schüſſeln kamen.
Mit einer Ausnahme hatten die Diener, ſämmtlich Knaben und junge Männer, ſehr wenig Kleider an; ſchlechte Beinkleider von Osnabrücker Leinwand und ge⸗ ſtreifte Baumwollenhemden waren ihre ganze Bekleidung. Eine Ausnahme hiervon machte ein dicker und aufgebla⸗ ſener ſchwarzer Mann mit einem dichten glänzenden Backenbart, der mit gebieteriſcher Stimme und Geberde die Bewegungen der Uebrigen lenkte. Die volle Livree⸗ bekleidung, die er trug, bezeichnete ihn als den Tafel⸗
decker und Kellermeiſter des Hauſes, der, wie ſonſt alls⸗
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