Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

209

Jetzt, Joſh Stebbins! rief ihm der Squatter mit Donnerſtimme entgegen,iſt die Stunde der Abrechnung mit Euch gekommen. 4

Was wollt Ihr damit ſagen, Holt? fragte der Mormone, vor Verwunderung bebend, faſt willenlos. Was wollt Ihr damit ſagen?

Ich will ſagen, Du hölliſches Stinkthier, daß Du, ehe Du die Stelle verläßt, Rede zu ſtehen und mich von dem Verbrechen des Mordes frei zu ſprechen haſt.

Welchen Mord? fragte Stebbins argliſtig.

Ach, Du weißt, was ich meine! Es war kein Mord, ſyndern ein Selbſtmord, der mir, wie ich bei Gott verſichern kann, faſt ſelbſt das Herz gebrochen hat.

Holt's Stimme verrieth ſeine innere Bewegung. Nach einer Weile fuhr er fort:

Trotzdem war der Schein gegen mich und Du haſt Zeugniſſe erfunden, die von dem Geſetze anerkannt

worden wären, trotzdem ſie falſch ſind, wie Diin

eigenes Herz. Du bedrohſt mich ſeit Jahren mit den⸗ ſelben, um Deine ſpitzbübiſchen Abſichten zu erreichen. Hier giebt es aber weder Geſetze, noch Richter, um Dir länger beizuſtehen. Es ſind von beiden Seiten Zeugen vorhanden Deine eigenen Schergen da drü⸗ ben und hier ein paar Weſen beſſerer Art, wie ich be⸗

haupte. In Gegenwart derſelben fordere ich Dich auf, Die wilde Jägerin. IV. 14