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Holt, deſſen Pferd im ſcharfen Trabe näher kam, hatte uns faſt erreicht. Er hielt ſeine lange Flinte mit beiden Händen ſchräg vor ſich, als ſei er bereit, ſofort los zu drücken.
Plötzlich hielt er ſein Pferd an, ließ ſein Gewehr auf den Sattelknopf fallen und ſtarrte uns betroffen und verwundert an. Es waren weiße Geſichter, welche ſtatt der erwarteten, rothen über die Felsſtücke blick⸗ ten und das war der Grund ſeines veränderten Be⸗ nehmens.
Ehe er Zeit gefunden, ſeiner Verwunderung Worte zu geben, trat Lilian hinter einem Felsſtück vor, breitete die Arme aus und rief ihm entgegen:
„Ach, Vater! Es ſind keine Indianer! Es iſt Marian! Es iſt—“
Im ſelben Augenblicke erſchien ihre Schweſter an
ihrer Seite.
„Marian lebt!“ rief Holt aus, als er die verloren geglaubte Tochter erblickte.„Mein Kind, meine Ma⸗ rian lebt! Gott ſei Dank! Eine ſchwere Laſt fällt miv vom Herzen und jetzt ſoll auch die zweite abgeſchüttelt werden!“ 48.
Bei dieſen Worten wandte er ſein Pferd halb u und glitt raſch auf der uns zunächſt liegenden Seite vom Sattel herunter. Dann lehnte er raſch ſeinen Rifle auf den Sattelbug und richtete die Mündung desſelben auf die Bruſt Stebbins, der, kaum zwanzig Schritt ent⸗ fernt, auf ſeinem Pferde ſaß.


