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wieder in ihrem natürlichen Purpur glühten. Das war eine Augenweide für Wingrove, während meine Blicke mit Entzücken auf der roſigen Blondine weilten. Als ich in ihr Geſicht ſchaute, konnte ich mich nicht enthalten, mit dem enthuſiaſtiſchen Mexikaner aus zu rufen: „Schön wie die Mutter der Menſchen!“
Wingrove und ich hatten uns ſchon früher abge⸗ waſchen und es war uns einigermaßen gelungen, den rothen Anſtrich von unſerer Haut herunter zu bringen. In der Vorausſicht einer ſo angenehmen Begegnung war es natürlich, daß wir uns einer Maske zu entle⸗ digen ſuchten, die einem weiblichen Auge nur Wider⸗ willen verurſachen mußte.
Ebenſo natürlich war der Wunſch, daß ſich die in einander geſchränkten Hände der Schweſtern von ein⸗ ander trennen und die jungfräulichen Geſtalten ſich ver⸗ einzeln möchten.
Das Glück ließ ſich herab, unſere Wünſche zu er⸗ hören. Eine Blume, die von einem Baumzweige herab⸗ hing, feſſelte die Blicke Lilians, ſie ließ daher die Hand ihrer Schweſter los und eilte, dieſelbe zu pflücken. Marian, welche keine ſo große Blumenfreundin war, folgte ihr nicht. Vielleicht trieb ſie ihre Neigung nach einer anderen Richtung?
Lilian fandaber die Begleitung eines Mannes, welcher ſich unfähig fühlte, der Gelegenheit, ſich ungeſtört mit ihr unterhalten zu können, zuwiderſtehen, um ſomehr, als es die erſte war, welche ſich ſeit jener erſten Zuſammenkunft bot.


