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Längs des Ufers des Baches breiteten Waſſerpflan⸗ zen ihre runden Blätter träumeriſch über das Waſſer und an den Stellen, wo die kleinen Waſſerfälle am Felſen herunter rieſelten, ſchimmerten Orchideen und andere ſeltene Blüthen unter dem Staubregen hervor. Viele derſelben ſchmiegten ſich an die Coniferae und vereinigten auf ſolche Weiſe faſt die entgegengeſetzteſten Erzeugniſſe der botaniſchen Welt.
Der Bolſon, in welchen uns unſer Führer, der Trapper, gebracht hatte, bot unſeren entzückten Blicken eine überaus reizende Landſchaft. So lieblich ſie uns erſchien, als wir ſie beim bläulichen Lichte der Däm⸗
merung betrachteten, kam ſie uns noch weit anziehender
vor, als die Sonne anfing, die Gipfel der Mojata⸗ Berge, die es einſchloſſen, zu vergolden und die ſchneeigen Spitzen des Watoyeh, welche durch die Schlucht eben ſichtbar waren, mit ihren Purpurroſen zu ſchmücken.
„Eſta un Paraiſo!“(Es iſt ein Paradies) rief der Mexikaner aus, in welchem die poetiſche Gluth ſeines Volkes wohnte.„En verdad un Paraiſo!“ Sogar beſſer bevölkert, als das Paradies der Vorzeit. Mira! Cavalleros!“ fuhr er fort,„ſehet dort, nicht eine Eva, ſondern zwei, von welchen jede, wie ich glaube, eben ſo ſchön iſt, wie die Mutter der Menſchen.“
Bei den Worten deutete der Trapper auf die jun⸗ gen Mädchen, welche Hand in Hand vom Fluſſe zurück⸗ kamen, wo ſie ſich gebadet hatten. Die rothen Punkte waren von den Wangen Marians verſchwunden, welche
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