Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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Ich durfte das Verdeck zu dem Zwecke nicht berüh⸗ ren, ſondern brauchte nur auf die eine Seite, dem hin⸗ teren Vorhange des Fuhrwerkes gegenüber, zu treten; denn der dünne, grobe Vorhang war nur nachläſſig verſchloſſen und eine Spalte geſtattete mir, einen Blick in das Innere zu werfen.

Der Wagen war mit einer Anzahl großer Kaſten und verſchiedenem Hausgeräthe angefüllt. Ueber die⸗ ſelben waren etliche grobe Kleidungsſtücke und etliche Beſtandtheile eines Bettes: ein Bettuch, eine Decke und ein bis zwei Pfühle gebreitet. Am vordern Ende des Wagens ſtand ein großer Kaſten, der die übrigen über⸗ ragte und auf dem Deckel desſelben brannte ein im Halſe einer Flaſche ſteckendes Talglicht.

Zwiſchen der Flamme des Lichtes und meinem Auge befand ſich eine Geſtalt, die mir der hintere Theil des Wagens verdeckte. Es war eine weibliche Geſtalt und trotz der mangelhaften Beleuchtung konnte ich die lieblichen Umriſſe eines Profiles erkennen, das niemand anderem, als Lilian Holt gehören konnte.

Eine leichte Wendung des Kopfes ließ das Licht auf goldene Haarlocken fallen; zu gleicher Zeit erkannte ich die Züge Lilians in dem Profile. Sie war es, die ſich im Wagen befand.

Sie war allein, obwohl ich in geringer Entfernung Geſtalten vor dem Wagen erblickte. Es waren junge Männer, welche da herumſchlenderten. Glühende Blicke trafen ſie, doch ſchien ſie dieſelben meiden zu wollen.