Teil eines Werkes 
3. Band (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

144

es der Körper eines Bären war, als das rieſige Ge⸗ ſchöpf ſich von dem Aſt herabſchwang und dann wie eine Katze auf den Rücken des Pferdes niederfiel!

Dieſes letztere ſtieß ein Gekreiſch des Entſetzens aus und, als ob die Angſt ſeine Kräfte ſteigerte, gelang es ihm, den Aſt, an welchem der Zügel angeſchlungen war, zu zerbrechen, und es rannte fort durch den Wald, während der Bär ihm noch auf dem Rücken ſaß!

Die Bäume, welche ringsumher ſtanden, waren ziemlich alle von ſchlankem Wuchs, da aber ihre Stämme dicht beiſammen ſtanden, ſo konnte das Pferd mit ſeinem ſeltſamen Reiter nur langſam dazwiſchen vorwärts kommen und dann und wann rannte es, vor Angſt halb blind, mit den Flanken gegen die Stämme, die bei jedem Stoße krachten und zitterten.

Plötzlich ſah man das Pferd Halt machen, als ob es durch die Gewalt eines Mamelucken⸗Gebiſſes ge⸗ bändigt worden wäre. Die Zuſchauer ſahen dies mit verwunderten Augen und waren für den Augenblick nicht im Stande, ſich es zu erklären.

Da ſie ſich aber ganz in der Nähe des Platzes be⸗ fanden, wo dieſe Unterbrechung im Laufe des Pferdes ſtattfand, ſo gewahrten ſie die Urſache hiervon ſehr bald.

Der Bär hatte einen ſeiner großen Vorderarme um einen Baum geſchlungen, während er mit dem andern noch das Pferd gepackt und feſt hielt!

Die Abſicht Meiſter Braun's war vollkommen klar: