Teil eines Werkes 
2. Band (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

163

hat, ſo iſt es der Eisbär und es iſt ſehr wahrſcheinlich, daß ſein Bereich ſich bis an dieſen merkwürdigen Punkt der Erdoberfläche erſtreckt..

Ganz gewiß iſt dies der Fall, wenn wir annehmen, daß um den Pol herum offenes Waſſer iſt eine An⸗ nahme, welche ſich durch die Analogie als richtig be⸗ weiſen läßt.

Der kühne Parry fand weiße Bären unter dem zwei⸗ undachtzigſten Grade und es iſt kein Grund vorhanden, weshalb ſie nicht die dazwiſchen liegende Zone von etwa fünfhundert Meilen eben ſo leicht durchſchneiden ſollten, als die Vögel der Luft oder die Fiſche des Meeres. Ohne Zweifel giebt es Eisbären in der Nähe des Pol's.

Das Weibchen des Eisbären iſt kein ſo großer Freund des Seelebens, wie ihr Herr und emahl. Erſtere bleibt, ausgenommen wenn ſie nufeuſe iſt, auf dem Lande, und auf dem Lande bringt ſie ihre Jungen zur Welt.

Wenn ſie trächtig iſt, wandert ſie eine Strecke weit von der Küſte hinweg, wählt ihr Bett, legt ſich nieder, ſchläft ein und bleibt hier bis zum Frühling. Sie ſucht ſich nicht, wie andere überwinternde Bären, eine Höhle oder einen hohlen Baum, denn in dem öden Lande, welches ſie bewohnt, iſt oft weder die eine noch der andere zu finden.

Sie wartet blos auf den Beginn eines großen Schneeſturmes den ihr Inſtinkt ihr verkündet und

11*