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zu ſchlau für uns ſowohl, als für ihre Gäſte. Wenn wir mehr verlangen wollten, ſo würden ſie uns dieſes Wildpret gar nicht abkaufen.“
„Aber ſie müſſen es doch haben, da die Gäſte es verlangen!“
„Ja freilich, wenn es keine Ziegen gäbe, dann würden wir unſere Gemſen theurer verkaufen können.“
„Wie ſo?“ fragte Jwan, der nicht errieth, was die Ziegen mit dem Gemſenfleiſch zu ſchaffen haben könnten.
„Ziegen und Gemſen ſind einander zu ähnlich, junger Herr,“ antwortete der Jäger,„das heißt nachdem ſie abgehäutet und aufgeſchnitten worden ſind. Der Gaſtwirth weiß das und läßt oft die erſteren die Stelle der letzteren vertreten. Mancher Hötelgaſt in Eaux⸗ Bonnes lobt vielleicht unſer Gemſenfleiſch, während er doch blos ein Stück von einer jungen Ziege verſpeiſt— ha! ha! ha!“
Und der Jäger lachte über den Betrug, obſchon er recht wohl wußte, daß die Ausübung deſſelben den Er⸗ trag ſeines Handwerks weſentlich beeinträchtigte.
Im Grunde genommen aber betrieb dieſer Mann die Jagd auch weniger deshalb, weil er ſie für ein ge⸗ winnbringendes Handwerk gehalten hätte, ſondern mehr aus einer angebornen Liebe zum Jägerleben.
Er ſprach ſich darüber ſehr enthuſiaſtiſch aus und es war leicht zu ſehen, daß er ſeinen Beruf mit keinem andern vertauſcht haben würde, ſelbſt nicht, wenn der Tauſch ihn zum reichen Manne hätte machen können.


