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Fleiſch frißt und die Thiere, welche ſie erhaſchen kann, zu ihrer Beute macht. 4
Die letztere Art iſt, wie ſie behaupten, größer, wil⸗ der und ſcheuet ſich, wenn ſie angegriffen wird, auch nicht vor einem Kampfe mit dem Menſchen.
Die Thatſachen mögen wahr ſein, aber die daraus gezogenen Schlüſſe ſind irrig.
Die Meinung des Gemſenjägers war, daß die Bä⸗ ren der Pyrenäen alle von einer einzigen Gattung ſeien, und daß, wenn es zwei Arten gebe, die eine: eine jüngere und unſchuldigere Art, die andere dagegen ein Bär ſei, welchen ſein/ höheres Alter wilder und grimmi⸗ ger gemacht habe.
Dieſelbe Bemerkung, welche von Ursus arctos gilt, leidet auch auf den Bär der Pyrenäen Anwendung, nämlich daß er, nachden er einmal Fleiſch gekoſtet, Ge⸗ ſchmack daran finden lernt, und um dieſen zu befriedi⸗ gen, werden natürlich die grimmigſten Leidenſchaften ſeiner Natur ins Spiel gerufen. Der Hunger treibt ihn vielleicht zu ſeiner erſten Fleiſchmahlzeit und ſpäter ſucht er ſie aus eigener Wahl.
Der Vater des Gemſenjägers erinnerte ſich noch der Zeit, wo die Bäreu in den tiefen Thälern ziemlich häufig waren, und damals hatten nicht blos die Schaf⸗ und Ziegenheerden viel von ihnen zu leiden, ſondern auch die größeren Hausthiere wurden von den grimmi⸗ gen Bären oft niedergeriſſen— ja ſogar Menſchen ver⸗ loren ihr Leben im Kampfe mit ihnen.
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