Teil eines Werkes 
2. Band (1862)
Entstehung
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Knollen vieler Alpenpflanzen und ſogar einiger ſeinem Geſchmacke zuſagenden Moosgattungen findet.

Zuweilen ſtiehlt er ſich in die tiefern Thäler herab, wo dieſelben nur dürftig angebaut ſind, und verſpeiſt eine Mahlzeit jungen Mais oder Kartoffeln, wo der⸗ gleichen gepflanzt ſind.

Die Trüffeln liebt er ebenſo ſehr wie ein Pariſer Gourmand. Er wittert ſie mit einer Schärfe, welche die des beſten Trüffelhundes weit übertrifft und wühlt ſie im Schatten der großen Eichen heraus, wo dieſe ſeltenen Leckerbiſſen auf ſo unerklärliche Weiſe von der Natur erzeugt werden.

Eben ſo wie ſein naher Verwandter, der braune Bär, iſt er vorzugsweiſe Fruchtfreſſer. Wie die meiſten andern Mitglieder ihrer gemeinſamen Familie liebt er die Süßigkeiten und beraubt die Bienen ihres Honigs, ſo oft er einen Stock finden kann.

Zu manchen Zeiten iſt er aber auch Fleiſchfreſſer und richtet nicht ſelten große Verwüſtung unter den Heerden an, welche im Sommer weit hinauf auf die Abhänge der Berge getrieben werden, um hier zu wei⸗ den. Doch haben die Hirten bemerkt, daß nur dann und wann dergleichen Blutthaten vorkommen und der Bär im Allgemeinen ihre Schafe nicht beläſtigt.

Aus dieſem Grunde herrſcht unter den Gebirgs⸗ bewohnern der Glaube, daß es zwei Arten Bären in den Pyrenäen gebe eine, welche ſich von Früchten, Wurzeln und Larven nähre, und eine zweite, welche

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