Teil eines Werkes 
1. Band (1862)
Entstehung
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Alte halb zahnloſe Weiber— denn dies iſt beſonders ihre Rolle bei dieſer Vorſtellung— ſieht man auf dieſe Weiſe den ſchönen, aber unglücklichen Wanderern den Nickfang geben.

Immer noch aber haben wir nicht erklärt, was die Knaben da oben auf den Stangen machen. Wohlan, wir wollen nun ihr Handwerk verrathen. Jeder von ihnen hat eine Anzahl kleiner geſchnitzter Hölzer mit hinaufgenommen, die ungefähr wie der Buchſtabe X ge⸗ formt und etwa ſechs Zoll lang ſind.

Wenn dieſes Holz in die Luft emporgeworfen wird und wirbelnd wieder herabfällt— ſo hat es einige Aehnlichkeit— obſchon keine ſehr täuſchende— mit einem fliegenden Habicht. Dennoch aber iſt die Aehnlich⸗ keit groß genug, um die albernen Tauben zu täuſchen, denn wenn ſie ſich den Krähenneſtern bis auf ungefähr hundert Schritt genähert haben, wirft der Knabe ſein Holz in die Luft und die Vögel, welche glauben, es ſei ein Habicht, tauchen ſofort in ihrem Fluge mehrere Ellen tiefer, gerade wie man ſie kann thun ſehen, wenn 3 ein wirklicher Habicht zum Vorſchein kommt. f

Dieſes Herabtauchen bringt ſie gewöhnlich ſo tif daß ſie zwiſchen den Bäumen hindurchfliegen, und es dauert natürlich nicht lange, ſo probiren die alten Weiber ihre Zähne an ihnen.

Dieſer Taubenfang ſteht nicht Jedem frei, der viel⸗ leicht Luſt und Belieben dazu hegt. Es giebt vielmehr Taubenfänger von Ppoofeſſion, welche nebſt ihren