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ariſtokratiſche Miene, welche dem ruſſiſchen Adel gemein⸗ ſam zu ſein pflegt.
Dies war Alexis.
Der jüngere Bruder unterſchied ſich von ihm ſo ſehr, als ob gar keine Verwandtſchaft zwiſchen ihnen exiſtirte. 3
Er war mehr der Sohn ſeiner Mutter, der Baronin, während Alexis die Züge und auch zum großen Theil die Gemüthsart ſeines Vaters geerbt hatte.
Iwan war ein blonder Jüngling, deſſen goldene Locken über eine weiße Stirn und Wangen herabfielen, welche mit der Farbe der Roſe überhaucht waren. Seine
Augen waren dunkelblau, ſo wie man ſie unter den ſlaviſchen Völkerſtämmen oft ſieht, und ihr raſches Fun⸗ keln verrieth, daß in der Bruſt Iwan's ein Herz ſchlug, welches von muntern Gedanken erfüllt und ſtets zu Muthwillen und Heiterkeit, aber ohne irgend eine Bei⸗ miſchung von Bosheit, aufgelegt war.
Beide näherten ſich ihrem Vater mit einem ernſten Ausdruck des Geſichts. Der des ältern Bruders ver⸗ rieth Aufrichtigkeit, während Iwan ſich mit der Miene eines Menſchen heranſtahl, der ſo eben mit irgend einem liſtigen, muthwilligen Streich beſchäftigt geweſen iſt und eine ſchüchterne Haltung annimmt, um es zu verbergen.
Noch ein Wort über dieſe beiden Jünglinge und den
Zweck, um deſſen willen ihr Vater ſie hatte zu ſich rufen laſſen.
Sie waren jetzt beide ſeit länger als zehn Jahren


