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Standesungleichheit der beiden Mäͤnner ſofort ins Auge ſpringt.
Der auf dem Boden liegende ſt fehr reich gekleidet. Er trägt einen kurzen Rock von dem feinſten grünen Tuch, an den Säumen, dem Kragen und den Aermeln mit Zobelpelz beſetzt. Seine Beinkleider ſind von weißem Wildleder und die weichen, oben weiten Stiefeln reichen beinahe bis an ſeine Schenkel herauf. Sein Gürtel iſt reich geſtickt und der Griff ſeines kurzen, aus der Scheide hervorragenden Hirſchfängers iſt fein ciſelirt und mit Juwelen beſetzt.
Ein leichter Federhut liegt auf dem Boden in der Nähe ſeines Kopfes.
Augenſcheinlich iſt er bei dem Kampfe herunter⸗ gefallen— und daneben liegt ein Sauſpieß, der dem Jäger beim Sturze aus der Hand geſchnellt iſt.
Das ganze Coſtüm des Daliegenden gleicht dem, wie wir es auf dem Theater zu ſehen pflegen, wenn ein
junger deutſcher oder ſlaviſcher Fürſt auf der wilden
Eberjagd in den Wäldern Litthauens dargeſtellt wird.
In der That iſt es auch ein Fürſt, der auf dieſem Gemälde der Gallerie Grodonoff ſich den Augen des Beſchauers zeigt— aber es iſt kein deutſcher Fürſt— es iſt ein Ruſſe und der Bär iſt der ruſſiſche Bär.
Der andere Jäger— der, welcher dem grimmigen Vierfüßler den Todesſtoß verſetzt hat— iſt auf ganz andere Weiſe gekleidet.
Er trägt das Coſtüm eines Pelzjägers— eines


