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Später hatten wir mit der Ernte zu thun und das zweite Jahr verging ſo ziemlich wie das erſte. Wir fingen noch eine Antilope, ſo wie eine alte Wölfin mit ihren Jungen. Die Alte tödteten wir, die Jungen aber zogen wir auf und ſie wurden ſo zahm wie unſere Hunde. Wir hatten überhaupt noch gar manche Abenteuer mit Thieren und ich erzähle nur noch ein gefährliches, das einmal im Winter vorkam. Der See war zugefroren und das Eis ſpie⸗ gelglatt. Wir fuhren Schlittſchuh, die wir uns ſo gut als möglich herrichteten. Eines Tages waren Heinrich und Frank allein draußen, als wir plötzlich einen Schrei hörten. Wir ſtürzten alle hinaus. Beide Knaben waren am fernſten Ende des Sees und kamen mit aller Kraft heran, aber— dicht hinter ihnen folgte eine ganze Heerde Wölfe und zwar nicht Prairiewölfe, ſondern große graue Wölfe von den Felſen⸗ bergen. Sechs waren es. Sie hatten die Ohren zurück⸗ gelegt und ſperrten die Rachen auf, ſo daß wir ihre rothen
Zungen und weißen Zähne ſehen konnten.
Wiir griffen nach Stangen und Stöcken, Marie aber ging hinein ins Haus und holte meine Büchſe. Heinrich war voran, Frank aber von den hungrigen Beſtien faſt erreicht, was uns wunderte, da Frank ein beſſerer Schlittſchuhläufer war als Heinrich. Plötzlich ſchlug er einen Haken und ſchoß in anderer Richtung fort. Die Wölfe folgten nun Heinrich und ihm kamen ſie ebenfalls bald nahe. Zum Glück ahmte er ſeinem Bruder nach und ſchlug einen Haken, während die Wölfe weit hin ſchoſſen, ehe ſie ſich auf dem glatten
Eiſe anhalten konnten. In dieſer Weiſe entgingen ſie mehr⸗
mals den gräulichen Verfolgern. Endlich rief Frank, der hinter die Wöͤlfe gekommen war, ſeinem Bruder zu, er


