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Das Haus in der Wüste, oder Abenteuer einer Familie, die sich in der Wüste verirrte : mit vier Scenenbildern / von Capitän Mayne Reid ; aus dem Englischen von Dr. A. Diezmann
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Mir ſiel dabei ein, daß ein Panther darunter ſeyn könnte und da ich wußte, daß dieſer recht wohl herauszu⸗ ſpringen im Stande ſey, wurde ich doch etwas ängſtlich

und ſtand auf. Ich forderte meine Frau auf, mit den Kin⸗ dern fortzugehen. Dann räumten wir noch mehr von der Decke ab, um Licht hineinzulaſſen. Das erſte Thier, das

wir erkennen konnten, war zu unſerer Freude gerade das, für welches wir die Grube gegraben hatten eine rothe Hirſchkuh und zu ihren Füßen lagen zwei Hirſchkälber. Ich hatte aber mehr Augen geſehen und ſuchte nach den Inha⸗ bern derſelben. In den dunkelſten Ecken kauerten drei röth⸗ lich braune Geſchöpfe, die wie Füchſe ausſahen. Aber Füchſe waren es nicht, ſondern Woͤlfe, bellende oder Prairiewölfe. Cudjo machte nicht viel Umſtände, ſondern ſtieß einem nach dem andern den langen Speer in den Leib.

Als dies geſchehen war, ſtieg Cudjo in die Grube hinab und band die Hirſchkuh mit ihren Kälbern, die wir dann heraufzogen und auf den Karren luden. Auch die Wölfe wurden beſeitiget, worauf wir die Falle wieder in Stand ſetzten und dann ſehr befriedigt den Rückweg antraten.

Das Merkwürdigſte bei der Sache war, daß die Wölfe die Hirſchkuh mit ihren Kälbern unverletzt gelaſſen hatten. Wir wußten uns dies nicht zu erklären, ermittelten es aber, als wir die Natur dieſer Thiere beſſer kennen lernten. Der Prairiewolf iſt eines der ſchlaueſten Thiere; ſelbſt der Fuchs kommt ihm an Klugheit bei weitem nicht gleich.

Das nächſte Abenteuer lief beinahe ſehr ernſthaft ab. Ich ging mit Frank aus, um etwas langes ſpaniſches Moos

zu holen, das auf den Eichen wuchs. Dieſes Moos gibt,

wenn es geräuchert und gereinigt iſt, einen vortrefflichen